Ashwagandha: Wirkung, aber eine ernste Warnung
Ashwagandha, oft als KSM-66 verkauft, ist das Stress-Supplement der Stunde. Die Studien sind besser als bei vielen Adaptogenen, aber es gibt eine wichtige Sicherheitswarnung.
Vorsicht geboten Moderate Belege für Stress, Cortisol und Schlaf, aber das BfR warnt seit 2024 vor Leberschäden.
Meta-Analysen zeigen bei standardisiertem Wurzelextrakt über 8 bis 12 Wochen moderate Effekte auf Stress, Cortisol und Schlafqualität. Einen zugelassenen EFSA-Claim gibt es nicht. Das BfR warnte im September 2024 (Mitteilung 039/2024) vor Gesundheitsrisiken bis hin zu Leberversagen und rät Kindern, Schwangeren, Stillenden und Menschen mit Lebererkrankungen ab. Dänemark hat Ashwagandha bereits verboten.
Quellen: Meta-Analyse Bachour 2025 (2025) · BfR Mitteilung 039/2024 (2024)
Ashwagandha ist eine Heilpflanze aus der ayurvedischen Medizin, KSM-66 ist ein bekannter standardisierter Extrakt. Anders als bei vielen Adaptogenen sind die Studien hier etwas belastbarer: mehrere Zusammenfassungen zeigen über einige Wochen einen moderaten Effekt auf Stress, den Stresshormonwert Cortisol und den Schlaf.
BfR warnt vor Leberschäden
Das ist der entscheidende Punkt. Das BfR warnte im September 2024 vor Gesundheitsrisiken durch Ashwagandha, darunter Leberschäden bis hin zum Leberversagen sowie Effekte auf Sexual- und Schilddrüsenhormone. Kinder, Schwangere, Stillende und Menschen mit einer bestehenden oder früheren Lebererkrankung sollten es nicht einnehmen. Eine EU-weite Beschränkung wird derzeit geprüft.
Sinnvolle Dosis
In Studien meist 600 mg standardisierter Wurzelextrakt pro Tag über 8 bis 12 Wochen. Einen offiziell abgeleiteten sicheren Höchstwert gibt es nicht.
Unser ehrliches Fazit
Die Wirkung ist besser belegt als bei den meisten Stress-Mitteln, aber die Leberwarnung des BfR wiegt schwer. Wir raten ab, es auf eigene Faust und dauerhaft zu nehmen, besonders wenn deine Leber ein Thema ist.