Astaxanthin: viel Werbung, wenig Beleg
Astaxanthin ist der rote Farbstoff aus einer Alge und wird als starkes Antioxidans verkauft. Was ist wirklich belegt?
Keine belegte Wirkung Alle EFSA-Claims abgelehnt, Humanstudien klein und uneinheitlich. Kein belegter Nutzen.
Die EFSA lehnte die beantragten Claims zu Haut, Gelenken, Sehschärfe und Cholesterin ab. Als Antioxidans ist Astaxanthin plausibel, aber die Studien am Menschen sind klein und widersprüchlich. Zugelassen ist es als Novel Food mit Höchstmengen, für Erwachsene 8 mg pro Tag.
Quellen: Meta-Analyse PMC8472736 (2021) · Meta-Analyse PMC9148008 (2022)
Astaxanthin fängt im Labor freie Radikale ab, daher der Ruf als starkes Antioxidans. Am Menschen ist der Nutzen aber kaum belegt. Studien zu Hautalterung und Herz-Kreislauf zeigen bestenfalls kleine, uneinheitliche Effekte, und die EFSA hat alle gesundheitsbezogenen Aussagen zurückgewiesen.
Zugelassen mit Höchstmengen
Astaxanthin aus der Alge Haematococcus pluvialis ist als Novel Food zugelassen, mit gestaffelten Höchstmengen: 8 mg pro Tag für Erwachsene, weniger für Jugendliche, nicht für Kinder unter 3 Jahren. In diesem Rahmen gilt es als sicher. Das Problem ist nicht die Sicherheit, sondern der fehlende Nutzen.
Sinnvolle Dosis
4 bis 8 mg pro Tag, mehr ist laut EU-Höchstmenge für Erwachsene nicht vorgesehen.
Unser ehrliches Fazit
Als Antioxidans klingt es gut, belegt ist der Nutzen aber nicht. Wer Haut und Herz etwas Gutes tun will, holt sich Astaxanthin günstiger über normale Ernährung wie Lachs, Krebstiere und buntes Gemüse.